01 — Kontext

Commerce Platform

In vier Monaten habe ich für ein etabliertes E-Commerce-Unternehmen die Navigation, einen Marktplatz und ein Partner-Dashboard konzipiert. Die Arbeit umfasste die Analyse vorhandener Nutzungsdaten, den Vergleich von Varianten und die Ausarbeitung der Abläufe. CEO und Teamleads waren die internen Stakeholder.

Mein Anteil: Analyse, Produktkonzeption, Informationsarchitektur und Interface-Design. NDA / Vertraulichkeit: Kundennamen und Originaldesigns bleiben unveröffentlicht. Die Platzhalter enthalten keine Projektausschnitte.

Vertraulichkeits-Platzhalter: Originaldesign nicht öffentlich.

30-SEKUNDEN-ÜBERBLICK

Das Projekt auf einen Blick.

Aufgabe
Suche, Marktplatz und Partner-Aufgaben als zusammenhängendes Produkt gestalten.
Mein Anteil
Analyse, Produktkonzeption, Informationsarchitektur und Interface-Design.
Team
Unternehmensprojekt mit CEO und Teamleads als Stakeholder.
Zeitraum
Vier Monate · 2026
Umgesetzt
Schwebender Header veröffentlicht; Marktplatz und Partner-Dashboard als Entwürfe und Prototypen ausgearbeitet.
Ergebnis
+5,6 Prozentpunkte Weiterklickrate nach der Einstiegsseite laut Projektrückmeldung.

Designsystem

Ich arbeitete wiederkehrende Muster für Suche, Konto und Navigation aus, einschließlich mobiler Zustände. Header und Footer sollten in den drei Bereichen wiedererkennbar bleiben, während sich die verfügbaren Aktionen nach der Aufgabe richten.

Zusammenarbeit & Stakeholder

CEO und Teamleads waren meine Ansprechpartner. Mein Beitrag lag in der Analyse, im Vergleich von Varianten und in der Ausarbeitung der Abläufe. Die öffentliche Darstellung beschränkt sich auf Rollen und fachliche Entscheidungen.

02 — Zusammenarbeit

Entscheidungen mit Daten und Varianten vorbereiten.

Meine Ansprechpartner waren der CEO und die Teamleads. Ich arbeitete an der Frage, welche Aufgaben in den drei Bereichen Vorrang brauchen und wie sie sich im Interface abbilden lassen. Dafür standen Nutzungsanalysen, Header-Varianten und ausgearbeitete Abläufe zur Verfügung. Ein konkretes Beispiel ist die Suche: Die Analyse zeigte einen hohen Umsatzanteil bei vergleichsweise wenigen Suchbesuchen. Daraus entstand eine nachvollziehbare Begründung dafür, dem Suchfeld im Header mehr Platz zu geben. Der Variantenvergleich machte sichtbar, was daneben für Kategorien, Konto und Service übrig bleibt.

03 — Analyse · Suche & Navigation

Die Suche verdient mehr Platz.

Die erste Auswertung verbindet Suchnutzung, Kaufverhalten und den weiteren Weg nach der Ergebnisseite. Sie verschiebt die Priorität: vom Verteilen möglichst vieler Navigationslinks zu einem sichtbaren, verständlichen Sucheinstieg.

Anteil der Besuche und des Umsatzes

Besuche mit Suche13 %
Umsatzanteil dieser Besuche39 %

Das Dreifache ihres Besuchsanteils entfällt auf diese Gruppe beim Umsatz. Das macht Suche relevant, belegt aber nicht, dass zusätzliche Suchnutzung denselben Effekt erzeugt.

Bestellungen je 100 Besuche

Weder Suche noch Kategorie1,5
Kategorie ohne Suche2,2
Mit Suche6,5
Mit mindestens drei Suchen8,2

Suchbesuche weisen ungefähr die dreifache Bestellrate reiner Kategorie-Besuche auf. Unterschiedliche Kaufabsichten können diesen Zusammenhang mit erklären.

Mobile: etwa halb so hohe Kaufquote

Desktop · Referenz100
Smartphone · indexiert52,5

Kaufquote unter Suchbesuchen, Desktop = 100. Gleichzeitig endet der Besuch bei 38 % mobil auf der Ergebnisseite, gegenüber 28 % am Desktop. Suchen ohne Klick unterscheiden sich weniger: 41 % gegenüber 39 %.

Die Konsequenz für den Header

3 %

der Klicks gehen laut Startseiten-Heatmap in die Header-Kategorien. Das Suchfeld ist der stärker genutzte Einstieg. Kategorien bleiben erreichbar; die Suche erhält die klarere Priorität.

Die Analyse identifiziert außerdem Bot-Traffic in den Absprungdaten. Ein sprunghafter Anstieg wird deshalb nicht vorschnell als UX-Verschlechterung interpretiert.

Quelle: bereitgestellte A4-Auswertung „Suche & Topbar“. Bestandsanalyse, keine Wirkungsmessung des Redesigns. Mobile-Vergleich: Juni/Juli 2026. Absolute Besuchs- und Umsatzsummen sind ausgeblendet.

04 — Navigation

Suche priorisieren, weitere Aufgaben erreichbar halten.

Ich verglich Header-Varianten auf Kategorie-Sichtbarkeit, Laptop-Breiten und ihre Übertragbarkeit auf andere Bereiche. Die frühe Empfehlung sah einen durchgehenden Bereichs-Umschalter vor; veröffentlicht wurde V4 mit schwebendem Header. Die Ausarbeitung umfasste offene Konto- und Sprachmenüs sowie mobile Zustände. Der Footer griff die jeweilige Aufgabe auf: Produkte entdecken, ein Angebot einstellen oder den persönlichen Bereich weiter nutzen.

Vertraulichkeits-Platzhalter: Originaldesign nicht öffentlich.
05 — Marktplatz

Ein Inserat bis zur Veröffentlichung führen.

Der Marktplatz brauchte einen Ablauf für Anbieter: Angaben erfassen, Bilder ergänzen und die Anzeige prüfen. Ich arbeitete die Schritte und die Rückmeldung zu fehlenden Angaben aus. Eine begleitende Qualitätsübersicht verweist auf den passenden Schritt. Bei Änderungen an bestehenden Inseraten unterscheidet der Entwurf zwischen direkter Übernahme und erneuter Prüfung.

Vertraulichkeits-Platzhalter: Originaldesign nicht öffentlich.
06 — Partnerbereich

Offene Aufgaben auf einer Arbeitsfläche bündeln.

Das Dashboard führt offene Anfragen, Inserate, Bestellungen und weitere Partneraufgaben zusammen. Meine Arbeit umfasste die Informationshierarchie und die Wege vom Überblick zur Bearbeitung. Zuständigkeit und Status gehören dabei zur Aufgabe: Wer muss antworten, was wartet auf Freigabe, und welcher nächste Schritt ist möglich? Das Team-Postfach hält die zugehörige Kommunikation zusammen.

Vertraulichkeits-Platzhalter: Originaldesign nicht öffentlich.
07 — Analyse · Persönlicher Kundenbereich

Angelegt heißt noch nicht genutzt.

Die zweite Auswertung stellt Nutzung und Wirtschaftlichkeit gegenüber. Für das Produktdesign sind besonders die leeren Profile und der Einstieg nach dem Kauf relevant: Der persönliche Bereich braucht einen verständlichen ersten Nutzen und eine klare nächste Handlung.

81 %

der angelegten Kundenprofile sind leer

Die erste Nutzung verdient einen eigenen Blick.

3 %

der Käufe starten im Kundenbereich

Ein kleiner direkter Einstieg in den Kaufprozess.

64 %

öffnen den Bereich erst nach dem Kauf

Der erste Besuch findet häufig nach dem Kauf statt.

Kundenvergleich: Referenz jeweils 100

Geringstes bisheriges Kaufvolumen204
Nächsthöhere Gruppe184
Mittleres bis hohes Kaufvolumen209
Höchstes bisheriges Kaufvolumen118

Umsatz je Bestandskunde in den folgenden 180 Tagen. Bestandskunden ohne persönlichen Bereich bilden pro Gruppe die Referenz 100. Die Vergleichsgruppe mit persönlichem Bereich liegt bei etwa 1,2–2,1×. Selbstselektion und unterschiedliche Kundenbindung sind mögliche Erklärungen; der Vergleich isoliert keinen Produkteffekt.

Mehr Besuche sind noch kein Mehrwert.

Besuche · Vorperiode = 100118,4
Bestellungen≈100
Shop-Umsatz97,4

Die Gesamtentwicklung des Shops dient als Kontext. Sie lässt sich weder als Erfolg noch als Misserfolg des persönlichen Kundenbereichs verbuchen. Für dessen Beitrag braucht es eine eigene Messung von Aktivierung, Wiederkehr und anschließendem Kaufverhalten.

Das Kostenmodell ist annahmeabhängig.

0,4–4,0×

Modellierter Nutzen im Verhältnis zu geschätzten Entwicklungskosten: Spannweite über die kombinierten Szenarien der Auswertung. Die Extremwerte sind eine Sensitivitätsbetrachtung, keine Renditeprognose. Vollkosten und inkrementeller Nutzen sind damit nicht belegt.

Produktentscheidung aus der Analyse

Im persönlichen Bereich wird der nächste Schritt konkret: ein Produkt anlegen, passende Teile finden oder die saisonale Checkliste öffnen. Der Footer greift den jeweiligen Nutzungskontext auf, statt überall denselben Kaufaufruf zu wiederholen.

Ob diese Angebote tatsächlich aktivieren und zur Wiederkehr führen, ist eine eigene Evaluationsfrage. Die vorliegenden Nutzungsanteile liefern die Priorität für diese Prüfung.

Quelle: bereitgestellte A4-Auswertung zum persönlichen Kundenbereich. Finanzbeträge, Gruppengrenzen, Gehälter und Teamgrößen bleiben verborgen. Indizes und Verhältnisse wurden aus den dortigen Werten berechnet und gerundet. Beobachtungen, Schätzungen und Ergebnis des Header-Launchs sind getrennt dargestellt.

08 — Wirkung

Mehr Besucher gehen nach dem Einstieg weiter.

+5,6 ProzentpunkteWeiterklickrate — nach Einführung des schwebenden Headers

Ergebnis laut Projektrückmeldung. Baseline, Messzeitraum und Stichprobe sind in dieser öffentlichen Fassung nicht dokumentiert. Die Veränderung belegt für sich allein weder höhere Kauf-Conversion noch zusätzlichen Umsatz.

09 — Projektstand

Veröffentlichung und weitere Prüfung trennen.

Der schwebende Header wurde veröffentlicht. Für Footer, Marktplatz und Partner-Dashboard liegen Entwürfe beziehungsweise Prototypen vor. Die gemessene Veränderung der Weiterklickrate gehört zum Header-Launch. Als nächste Prüfung bieten sich Suchergebnis-Klicks, vollständig angelegte Kundenprofile und bearbeitete Anfragen an. Diese Größen beantworten unterschiedliche Fragen; sie sollten deshalb getrennt ausgewertet werden.

Vertraulichkeits-Platzhalter: Originaldesign nicht öffentlich.
Schreib mir auf WhatsApp